Trachtenlederhose

Trachtenlederhose

Schon im Mittelalter waren Lederhosen in den gebirgigen Regionen bei Bauern und Jägern verbreitet, allerdings trug die Landbevölkerung bis ins späte 18. Jahrhundert weit geschnittene Pumphosen, die trotz ihrer Länge ausreichende Beinfreiheit garantierten.
Nach dem Vorbild der höfischen Culotte entstand sodann die enger geschnittene Kniebundhose, die sich gegen den Trend zu langen Hosen in der Stadt weiterhin auf dem Land großer Beliebtheit erfreute.

Der bayerische Held der Trachtenlederhose: Josef Vogl

In Bayern und Österreich setzte bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine flächendeckende Trachtenbegeisterung ein, die von den jeweiligen Landesherren staatlich unterstützt wurde. Da einige Archivare dieser Zeit umfangreiche Sammlungen und Beschreibungen der in einzelnen Regionen gebräuchlichen Trachten verfassten, sind viele historisch interessante Vorlagen bis heute erhalten.
Nachdem zur Volkstracht zuerst die halblange Kniebundlederhose getragen worden war, kamen zwischenzeitlich auch die kniekurzen Hosen in Mode, die in der arbeitenden Landbevölkerung wegen der Bequemlichkeit und Bewegungsfreiheit die Kniebundmodelle vielfach abgelöst hatten. Mit kurzen Hosen konnten sich jedoch konservative Bürger und vor allem Kirchenmänner in der Öffentlichkeit nicht abfinden. So wurden insbesondere bei Gottesdiensten und kirchlichen Prozessionen die Krachledernen vielerorts verboten.
Der Lehrer Josef Vogl, ein begeisterte Anhänger des Kultkleidungsstücks, tat sich daher mit einigen Kumpanen zusammen, um der Trachtenlederhose zu neuem Ruhm zu verhelfen, und gründete in Bayrischzell 1883 den offiziell ältesten Trachtenverein.

Die kurze Lederhose in der Mode des 20. Jahrhunderts

Doch weiterhin mussten die „Kurzhösler“ um gesellschaftliche Akzeptanz kämpfen. Noch 1913 erklärte das erzbischöfliche Ordinariat in München die Trachtenvereine, die sich für die Erhaltung kurzer Lederhosen einsetzten, für sittenwidrig. König Ludwig II, ein bekennender Trachtenfreund, sorgte jedoch für eine neuen Aufschwung und stärkte den begeisterten Lederhosenträgern den Rücken.
Nach dem ersten Weltkrieg brachten alpine Touristen die kurze Lederhose in alle anderen Regionen Deutschlands, wo sie vor allem von jungen Pfadfindern getragen wurde. Und seit den 70er Jahren dürfen sich auch Erwachsene wieder überall in volkstümlicher Lederkleidung sehen lassen. Ob als Bestandteil der Landhausmode, Volksfestkleidung oder bequeme Arbeitskluft, die zahlreichen Vorzüge der Lederhose werden längst auch im Flachland geschätzt.

Trachtenlederhosen günstig online bestellen

Wer sich eine hochwertige Trachtenlederhose kaufen möchte, sollte in aller Ruhe das Online-Angebot durchstöbern und ausgiebig vergleichen. Gute Lederhosen haben ihren Preis, deshalb lohnt es sich, nach Aktionen oder Sales Ausschau zu halten, in denen sie besonders günstig oder reduziert angeboten werden. Im Online Shop zu bestellen, ist schließlich die bequemste Art des Shopping-Vergnügens.

Bildquelle: piu700 / pixelio.de

Leave a Comment